Eröffnung der 32. AUTOMOBIL 2017

32. AUTOMOBIL mit 7. Tuning & Sound Convention
3. – 5. März 2017, Messe Freiburg

„Kleine IAA“ eröffnet

300 Neufahrzeuge, 30 Marken und einige Weltneuheiten erwarten die Besucher

Hersteller sagen zu, an der AUTOMOBIL festzuhalten

Durch Freiburgs Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon wurde am gestrigen Abend in Anwesenheit von rund 700 geladenen Gästen zum 32. Mal die AUTOMOBIL eröffnet. Die zweitgrößte Automobilmesse Deutschlands zeichnet sich durch ihre einzigartige Zusammenarbeit der Händler aus und bildet den traditionellen Startschuss ins aktuelle Autojahr.

 

Zusammen mit der 7. Tuning & Sound Convention ermöglicht die AUTOMOBIL dem Publikum als Messe für den Endverbraucher einen umfassenden Überblick über die Neuheiten und aktuellen Trends der Automobilbranche. Neben der Präsentation von einigen Weltpremieren, Oldtimern, Luxus-Fahrzeugen, individualisierten Motorrädern und Pkws sowie der Ausstellung von über 30 Marken und 300 Neufahrzeugen, erlebt der Messebesucher ein erstklassiges Wochenende in der automobilen Welt, welches durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm abgerundet wird.

 

„Südbaden wählt sein Lieblingsauto“ – unter diesem Motto kann der Besucher zum ersten Mal aus drei verschiedenen Kategorien das beliebteste Modell wählen. Die Verleihung des AUTOMOBIL AWARDS findet am kommenden Sonntag um 16:00 auf der Bühne in Halle 4 statt.

 

Auftakt der 32. Automobil war das traditionelle „Freiburger Autogespräch“, welches zum fünften Mal in Folge in der Messe Freiburg stattfand.
FWTM Geschäftsführer Daniel Strowitzki und Tobias Gutgsell, Sprecher der Interessengemeinschaft Freiburger Autohäuser und Geschäftsführer der Märtin GmbH, betonten eingangs, dass jeder der teilnehmenden Händler das gleiche Ziel verfolgt: die Besucher mit einer Vielfältigkeit an Produkten und Highlights zu begeistern.


Hierbei ist den Veranstaltern bewusst, dass das Automobil an sich und insbesondere der Autokauf immer eine emotionale Angelegenheit sind. Dies und der Wunsch nach Individualität schlage sich letztendlich auch in der breiten Fahrzeugpalette nieder, die praktisch jeder Hersteller heutzutage biete. Ralph Kollinger, Geschäftsführer der Kollinger-Gruppe, betonte, dass gerade diese Breite vom Kunden ausdrücklich gewünscht werde, weswegen sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit eigentlich erübrige: „Es gibt ja auch Jugendherbergen und Luxus-Hotels!“


 „Dieselgate“ – so die einhellige Meinung der Runde – läute ebenso wenig wie die Stuttgarter Feinstaubproblematik das Ende der Dieselfahrzeuge ein. Man müsse dies differenziert sehen, sagte Raymond Damerow von Ford Deutschland: „Bei großen Firmenflotten und bei Nutzfahrzeugen ist die Dieselnachfrage ungebrochen!“ Bei Privatfahrzeugen hingegen sei wegen der Unsicherheit, aufgrund der Ungewissheit zukünftiger Rahmenbedingungen, ein Absatzrückgang zu verzeichnen. Daher, so Tobias Gutgsell, müsse die Politik rasch handeln, um diese Unsicherheiten baldmöglichst auszuräumen. Man solle sich auch davor hüten, so Damerow, eine bewährte und entwicklungsfähige Technologie zu verteufeln. Bentley, merkte Jerome Gay von Prestige Selections an, biete gerade jetzt, nachdem man beinahe 100 Jahre nur Benzinmotoren im Programm hatte, ein Fahrzeug mit Dieselmotor an. E-Mobilität könnte eine Antwort auf die Schadstoffproblematik sein und die Kaufprämie der Bundesregierung habe durchaus steigenden Absatz zur Folge gehabt.

 

Unklarheiten bezüglich der Frage nach Reichweiten und der Verfügbarkeit von Ladestationen, sind immer noch der Grund warum E-Mobile im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen zu teuer sind, so war sich die Runde einig. Sollten diese Fragen geklärt sein – die Runde sah hier den Zeitraum von 2020 bis 2025 als realistisch an – würde die E-Mobilität stark expandieren, zumal sie die Möglichkeit biete, sowohl umweltfreundlich wie auch nachhaltig Individualverkehr zu erlauben. Individualverkehr ist auch heute noch ein starkes Argument, insbesondere in ländlichen Räumen, in denen der ÖPNV keine Alternative darstellt.  Allerdings werde sich die Sicht auf Mobilität ändern – wer heute über 50 Jahre ist, bringt andere Emotionen und Empfindungen beim Autokauf ins Spiel als die nachfolgenden Generationen: eine Situation auf die sich sowohl Hersteller wie auch Händler einstellen.

 

Aber dennoch bliebe, so Damerow, nach wie vor der Kauf eines Fahrzeugs die zweithöchste Investition im Leben. Ralph Kollinger merkte an, dass das „autonome Fahren“, mit dem praktisch jeder Hersteller experimentiere, gerade vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft eine interessante Alternative darstelle.
Der Großraum Freiburg, so Tobias Gutgsell, sei eine „Region mit Kauflaune“: während die Zulassungen 2016 bundesweit um fünf Prozent stiegen, nahmen sie hier um sieben Prozent zu – was sowohl auf eine gutsituierte Einwohnerschaft, als auch auf eine steigende Ansiedlung auf dem Lande mit entsprechendem Fahrzeugbedarf schließen lasse.
Car-Sharing, Auto-Bring-und-Hol-Dienste, Digitalisierung sind Kaufargumente der Zukunft. Der Run auf SUV’s – 2016 verzeichnete dieses Segment ein Wachstum von 20 Prozent – sei Folge der alternden Gesellschaft: Überblick, Sicherheit, Bequemlichkeit würden verstärkt nachgefragt und hier geboten.

 

„Die AUTOMOBIL, das kann ich versprechen, steht auch in Zukunft auf der Agenda von Ford“, versprach Raymond Damerow unter dem Beifall der Anwesenden. Die Tatsache, dass hier Mitbewerber gemeinsam Jahr für Jahr eine Automesse stemmten, sei bewundernswert und deshalb wert, von den Herstellern unterstützt zu werden. Dirk Breuer, Pressesprecher von Toyota Deutschland, betonte, der AUTOMOBIL eine große Bedeutung beizumessen und empfahl die Messe so beizubehalten. Die Messe sei eine „richtige Verkaufsmesse, sehr hochwertig und professionell“, so Micheal Jansen, Leiter der Region Deutschland Süd-West der BMW Group.
Messechef Daniel Strowitzki schloss das „5. Freiburger Autogespräch“ mit einem ausdrücklichen Dank an die teilnehmenden Gäste und der Einladung zur diesjährigen AUTOMOBIL mit Tuning & Sound Convention vom 3. bis 5. März 2017 auf dem Gelände der Messe Freiburg.

 

Veranstalter:  

Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG
Messe Freiburg
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Daniel Strowitzki
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